Der Anninger - Kunst und Kultur


Der Anninger in der Kunst

Der Anninger in der Literatur wird auf einer eigenen Seite beschrieben, siehe hier...

In einigen bildlichen Darstellungen spielt der Anninger eine Rolle. Bekannt sind Darstellungen der Breiten Föhre, der Klausen und der Burg Mödling auf Stichen, Lithographien und Malereien aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als sich der Anninger vom wilden Gebirg zum Erholungsgebiet wandelte, bis heute. Der Husarentempel ist auf Stichen in der Sammlung des Wiener Rathauses zu sehen. Auf einer Malerei von Prof. Matzner sind die Meiereiwiese und der Kleine Anninger dargestellt. Das Original befindet sich im Festsaal des Museums der Stadt Mödling. In der Othmarkirche in Mödling ist gegenüber dem Haupteingang auf einem Altarbild von Josef Führich eine Ansicht des Anninger und des Eichkogels zu sehen [Link...].
Eine ausführliche Beschreibung von Darstellungen das Raums Mödling in der Malerei siehe [Sti] S.301ff


Kunst und Kultur am Anninger

Zu diesem Thema ist vor allem die religiöse Kunst am Anninger zu erwähnen. Zahlreiche Wegkreuze, Marienbilder und Glaubenszeichen laden zur Andacht und Besinnung in.

Oberhalb von Gumpoldskirchen befindet sich ein Kreuzweg und Kalvarienberg. Bei Thallern bzw. Guntramsdorf befindet sich eine Kreuzwegdarstellung nach einem Original von Kaspar Schleibner (München). Der Kreuzweg führt in die Weingärten hinauf. Am Weg steht die Weingartenkapelle, sie wurde 1865 geweiht. Davor war an derselben Stelle schon 1760 eine Kapelle errichtet worden. Etwas südlich davon befindet sich das Freigut Thallern, das Stiftsweingut Heiligenkreuz, mit einer kleinen Kirche.

Kreuzweg Gumpoldskirchen
Kreuzweg Gumpoldskirchen
Kreuzweg Gumpoldskirchen
Kreuzweg Gumpoldskirchen
Kreuzweg Gumpoldskirchen
Kw. Gumpoldskirchen
Kreuzweg Thallern
Kreuzweg Thallern
Kreuzweg Thallern
Kreuzweg Thallern
Weingartenkapelle
Weingartenkapelle
Kirche Thallern
Kirche Thallern
Kirche Thallern
Kirche Thallern mit Anninger

Alte Bilder zeigen, dass der Platz bei der Breiten Föhre seit vielen Jahrzehnten oder Jahrhunderten eine Andachtsstätte ist. Derzeit befindet sich dort ein Wegkreuz und ein Marienbild. Jeweils am letzten Tag im Mai lädt die Pfarre St. Othmar bei diesem Marienbild zur Maiandacht ein [Link...]. Ein Stück weiter unten, am Weg zur Goldenen Stiege, befindet sich ebenfalls ein Marienbild.

Marienbild Breite Föhre
Marienbild Breite Föhre
Marienbild an der Goldenen Stiege
Marienbild Goldene Stiege

Das Wegkreuz bei der Breiten Föhre wurde am 14. September 2004 an seinem jetzigen Standort gesegnet. Davor war es einige Jahre an der kleinen Wiese nordöstlich der Breiten Föhre gestanden, an dem Platz, wo jetzt noch der Buchsbaum wächst. Dort war es einige Male von Vandalen beschädigt worden. Ursprünglich war es aber am jetzigen Standort direkt neben der Straße gestanden, wie auf alten Fotos zu sehen ist. Auf Initiative von Frau Helga Weiss, der ehemaligen Pächterin der Krausten Linde, wurde das Kreuz restauriert und an diesem ursprünglichen Platz aufgestellt. Die Segnung erfolgte durch ihren Sohn, Pater Michael Weiss OCist, und Pfarrer Richard Posch. Im senkrechten Balken ist eingschnitzt:
V. NF.M. 1877, RENOV. 1923
(V. NF.M. 1877 = Verein der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877)
Im Saal der Krausten Linde befindet sich eine Christusfigur, die früher an diesem Wegkreuz befestigt war, sowie ein altes Foto des Kreuzes.

Wegkreuz bei der Breiten Föhre
Wegkreuz Breite Föhre
Wegkreuz bei der Breiten Föhre
Wegkreuz Breite Föhre
Wegkreuz bei der Breiten Föhre
Wegkreuz Breite Föhre
Schulausflug 1969
Schulausflug 1969

An der nördlichen Außenmauer des Anningerhauses befindet sich ein großen Kreuz, das anlässlich der 100-Jahr Feier des Vereins der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877 gesegnet wurde, darüber steht eine Statue des heiligen Florian. Bei diesem Jubiläumskreuz wurde am 3. Juni 2007 eine Heilige Messe gefeiert anlässlich des 130-Jahr Jubiläums des Vereins der Naturfreunde.

Jubiläumskreuz beim Anningerhaus
Jubiläumskreuz
Hl. Messe beim Anningerhaus
Hl. Messe beim Anningerhaus

In der Nähe des Husarentempels befindet sich das Phönixkreuz (Pfennigskreuz?), die Anhöhe ist auf alten Karten als Phönixberg bezeichnet. Ein Stück weiter nordwestlich steht das Kreuz am Kleinen Anninger, bei beiden Kreuzen gibt es eine Kassette mit Gipfelbuch.

Phönixkreuz beim Husarentempel
Phönixkreuz beim Husarentempel
Kreuz am Kleinen Anninger
Kreuz am Kleinen Anninger
Kreuz am Kleinen Anninger
Kreuz am Kleinen Anninger

Auf einer Erhebung (485 m) zwischen Anningerstraße und Dreistundenweg, die manchmal als Alexandraberg bezeichnet wurde, steht seit 2006 ein Kreuz mit einer Bank, seit 2010 befindet sich dort auch ein Gipfelbuch, der Zugang ist unter Wandern - Unmarkiert beschrieben. Bei der Schießstätte der Jägerrunde Anningerblick in Gaaden steht ein Hubertus-Altar.

Bei dem markanten dreikantigen Grenzstein am Kaisergerndl, dort wo sich der vom Anningerhaus kommende Weg gabelt Richtung Richardhof und Richtung Mödling, befindet sich ein grob behauener, annähernd dreikantiger Stein. Viele Jahre lang lag er dort am Boden, zeitweise mitten am Weg. Im Jahr 2010 wurde der Stein auf der Insel zwischen den beiden Wegen senkrecht aufgestellt. Am oberen Ende ist stufenförmige Behauung erkennbar, an einer glatten Fläche sieht man Reste einer Inschrift. Ganz oben hat der Stein ein senkrechtes Loch, möglicherweise diente er einmal als Sockel für ein Marterl? Seit Frühjahr 2011 steckte ein einfaches Holzkreuz in dem Stein. Am 23./24. Dezember 2011 fiel der Stein leider um. Ursache war vermutlich das durch Schneewasser aufgeweichte Erdreich, der Wind hat möglicherweise auch mitgeholfen.

Kreuz am Alexandraberg
Kreuz am Alexandraberg
Hubertus-Altar
Hubertus-Altar
Holzkreuz am Kaisergerndl
Holzkreuz am Kaisergerndl

Auf einem Felsen neben der Jubiläumswarte am Eschenkogel hat der Verein der Naturfreunde in Mödling vom Jahr 1877 ein Gedenkkreuz für verstorbene Vereinsmitglieder errichtet. In früheren Jahren wurde das Kreuz als Heldenkreuz bezeichnet. Etwas weiter unten im Eschenbrunngraben, ziemlich genau auf 500 m, dort wo die von der Krausten Linde kommende, Siebenhügelweg genannte Forststraße kreuzt, steht ein blau gestrichenes Wegkreuz, das unter dem Namen Blauer Herrgott bekannt ist und auf manchen Karten auch so bezeichnet ist. Es war am Rest eines Föhrenstamms befestigt. Anfang Oktober 2009 war der Stamm weggeschnitten und das Kreuz entfernt. Im November 2009 wurde das von der Jakobirunde Gaaden vorbildlich restaurierte Kreuz neu errichtet, diesmal auf einem Betonfundament. Die Segnung des Kreuzes erfolgte am 21.11.2009 durch Pfarrer P. Walter OCist.
Inschrift auf der Vorderseite: Wiedererrichtet 2009 Jakobirunde Gaaden
Inschrift auf der Rückseite: Jakobi-Runde Gaaden, 11.09 K. Hofmann

Gedenkkreuz am Eschenkogel
Gedenkkreuz am Eschenkogel
Gedenkkreuz am Eschenkogel
Gedenkkreuz am Eschenkogel
Blauer Herrgott im Eschenbrunngraben
Blauer Herrgott im Eschenbrunngraben

Die folgende historische Aufnahme des Heldenkreuzes am Eschenkogel wurde von Herrn Thomas Kaltenecker zur Verfügung gestellt:

Heldenkreuz

An der nördlichen Kante des Frauensteins, beim felsigen Abbruch in die Klausen, steht ein Kreuz aus Metall. Es besteht aus drei parallel angeordneten Kreuzen, wobei das mittlere beweglich gelagert ist. Wenn man es anstößt, dann pendelt es hin und her. Es wird daher manchmal als Wackelkreuz bezeichnet. Dabei befindet sich eine Tafel mit der Inschrift Naturfreunde Kreuz gewidmet von Ludwig Gris, wiedererrichtet 2001 von der OG-Mödling. Vor der Wiedererrichtung stand auf einer Tafel geschrieben, dass Schüler der HTL Mödling das Kreuz hergestellt hatten. Das Kreuz brach irgendwann ab und wurde 2001 erneuert.

Kreuz am Frauenstein
Kreuz am Frauenstein
Kreuz am Frauenstein
Kreuz am Frauenstein

Am Weg vom Rastplatz Drei Eichen zum Pfaffstättner Kogel befindet sich an einem Baum ein Gedenkkreuz: Dkfm. Herbert Hanzl, 01.01.1939 - 28.11.2007; kurz danach ein weiters Gedenkmarterl: Im ewigen Gedenken an unseren Freund Rudi, der hier am 2.2.97 verstarb.

In der Nähe der Veiglhütte befindet sich am Beethovenweg die sogenannte Waldandacht. Dort steht ein Kreuz mit der Inschrift
Vor 850 Jahr / Gumpldskirchen schon war.
Gott schütze segnend / Leut, Wein und Gegend. / 1990

Gedenkkreuz für Herbert Hanzl
Gedenkkreuz für Herbert Hanzl
Gedenkmarterl für Rudi
Gedenkmarterl für Rudi
Waldandacht
Waldandacht

Am Beginn des Siebenbrunnengrabens, etwas oberhalb des Beethovenweges, steht ebenfalls ein Weggkreuz, genannt Rotes Kreuz. An dem dort abzweigenden Kegelstattweg steht weiter oben das Wetterkreuz. Ebenfalls am Kegelstattweg befindet sich an einem Baum ein kleines Kreuz mit Aufschrift 1971. Dort, wo der Kegelstattweg die Gemeidegrenze Gaaden / Gumpoldskirchen überquert, befindet sich ein Marterl mit Marienbild Unsere Liabe Frau, 2011

Rotes Kreuz im Siebenbrunnengraben
Rotes Kreuz im Siebenbrunnengraben
Rotes Kreuz im Siebenbrunnengraben
Rotes Kreuz im Siebenbrunnengraben
Kreuz am Kegelstattweg
Kreuz am Kegelstattweg
Wetterkreuz
Wetterkreuz
Wetterkreuz
Wetterkreuz
Unsere Liabe Frau
Unsere Liabe Frau

Am Verbindungsweg vom Richardhof zum Prießnitztal stehen zwei Wegkreuze. Eines davon mit Aufschrift JHS / BITT FÜR UNS sowie Alpha und Omega, das zweite mit einem modern gestalteten Corpus.

Kreuz beim Richardhof
Kreuz beim Richardhof
Kreuz beim Richardhof
Kreuz beim Richardhof

Gelegentlich sieht man mitten im Wald an einem Baum ein kleines Kreuz oder ein Marienbild aus Medjugorje. Auch tibetanische Gebetsfahnen kann man zeitweise am Anninger entdecken, z. B. im Frühjahr 2007 in der Nähe des Senders.

Kreuz im Wald am Vierjochkogel
Kreuz im Wald am Vierjochkogel
Kreuz im Wald am Vierjochkogel
Kreuz im Wald am Vierjochkogel
Kreuz oberhalb der Friedrichswand
Kreuz oberhalb der Friedrichswand
Gebetsfahnen
Gebetsfahnen
Gebetsfahnen
Gebetsfahnen

An manchen Stellen wird man von eher unheimlichen Gestalten beobachtet:

Krampus am Grenzweg
Krampus am Grenzweg
Krampus am Grenzweg
Krampus am Grenzweg
Wurzelkopf
Wurzelkopf Nähe Krauste Linde

Es wird berichtet, dass die Breite Föhre einen Anziehungspunkt für zahlreiche Künstler darstellte. Ob sie dort Kunst ausübten ist nicht überliefert. Walther von der Vogelweide, der vermutlich 1170 im Waldviertel, oder vielleicht doch in Südtirol geborene berühmte Minnesänger soll um 1220 auf der Burg Mödling zu Gast gewesen sein.


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aktualisiert am 09-Jun-2014
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