Hans Riffer Quelle | Maibründl | Prießnitztal | Meiereiwiese | Trinkbrunnen | Beethoven-Weg | Siebenbrunnengraben | Buchbrunnen | Eschenbrunnen | Wasserwerk Gaaden | Mödlingbach | Hochquellenwasserleitung | Anningerbach
Der Anninger ist aus Kalkgestein aufgebaut, daher verschwindet das Oberflächenwasser bei Regen ziemlich schnell in unzähligen Klüften und Höhlen in das Innere des Berges. Somit gibt es am Berg keine permanenten Bäche oder Wassergerinne an der Oberfläche. An einigen Stellen gelangt das Wasser in künstlichen Quellfassungen wieder an die Oberfläche.
Bei Bohrungen im Prießnitztal und an der Meiereiwiese wurde Wasser gefunden, das nun in die Wasserversorgung der Stadt Mödling eingeleitet wird. Als Kaiserin Sisi zur Sommerzeit in Laxenburg wohnte, wurde Anninger-Wasser in hölzernen Rohren bis Laxenburg geleitet. Verfallene Anlagen im Siebenbrunnengraben und inzwischen abgetragene Anlagen im Prießnitztal zeigen von der Bedeutung des Anninger für die Wasserversorgung in früherer Zeit.
In früherer Zeit gab es in der Neusiedlerstraße 50 eine "Anninger-Gebirgsquellen-Sodawasser-Fabrik" des Ludwig Gantner ([WalKuc] S.293). Dieses Sodawasser wurde offenbar auch den Gästen im Kaisergerndlhaus angeboten. In der Nähe der Stelle, wo dieses Haus stand, wurde im August 2010 ein Bruchstück einer Sodawasserflasche gefunden. Der ANINGER ist darauf mit nur einem "N" geschrieben.
![]() ANINGER GEBIRGSQUELLEN SODAWASSER L. GANTNER - MÖDLING |
Gemäß einer Sage befindet sich im Inneren des Anninger ein riesiger See. Ähnliche Sagen gibt es auch für andere Berge, z. B. für den Hühnerberg oberhalb von Baden (dort informiert eine Tafel über die Sage vom Riesen Hun). Giannoni schreibt dazu ([Gia] S.298): Den in hartnäckiger Verkennung geologischer Tatsachen immer wiederkehrenden Traum von den Wassermengen im Anningergebiete Mödlings haben erst wiederholte genaue Untersuchungen und Gutachten hervorragender geologischer Fachleute wie Stuhr, Höfer und Toula zerstört.
Wo befand sich die in [Gia] S.274 erwähnte Kronprinz Rudolf-Wasserleitung? Sie wurde 1864 eröffnet. Es war eine eiserne Röhrenleitung mit Reservoirs und Auslaufbrunnen ([KleiKun] S.96). Davor bestand schon 1610 eine hölzerne Wasserleitung, die nach der Zerstörung durch die Türken unter Marktrichter Wolfgang Ignaz Viechtl im Jahr 1695 wieder errichtet worden war ([Sti] S.152).
Informationen zum Mödlinger Wasser [Link...]
Die Hans Riffer Quelle befindet sich an der S-Kurve im oberen Bereich der Anningerstraße. Sie ist benannt nach einem ehemaligen Obmann des Bauausschusses des Vereins der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877. Aus einem Metallrohr fließt Wasser in einen ausgehöhlten Baumstamm. Darüber freuen sich die Hunde, weil sie dort nicht nur trinken, sondern auch ein kurzes Bad nehmen können. 15 m oberhalb des Brunnens befindet sich ein in der Erde vergrabener Wasserbehälter mit Eingangstür an der Westseite, das Lüftungsrohr ist neben der Anningerstraße zu sehen.
![]() Hans Riffer Quelle |
![]() Hans Riffer Quelle |
![]() Hans Riffer Quelle |
Der Wasserbehälter wird unter anderem von der Quelle beim ehemaligen Eschenbrunnen über eine 700 Meter lange Leitung gefüllt. Er dient zur Wasserversorgung der Krausten Linde. Das Wasser, das aus dem Rohr fließt, ist nur der Überlauf. Daher kann sich die herausfließende Wassermenge innerhalb kurzer Zeit stark ändern. Es kommt vor, dass man beim Hinaufgehen an dem Brunnen vorbeikommt und es fließt überhaupt kein Wasser, nicht einmal eine halbe Stunde später, beim Hinuntergehen, fließt es volles Rohr. Oder umgekehrt. Jedenfalls darf man sich nicht darauf verlassen, dass man dort Wasser antrifft. Wenn es aber fließt ist es gutes Trinkwasser. Auch im Winter bei starkem Frost fließt das Wasser manchmal, es entstehen dann schöne Eisgebilde. Anfang 2012 war die Quelle nach einem starken Frost einige Wochen trocken, gab dann kurz wieder Wasser, scheint nun leider versiegt zu sein.
Ein Foto aus dem Jahr 1910 ([Aig] Nr.118) zeigt, dass damals an dieser Stelle nur wenige hohe Bäume standen, die Sicht zum Husarentempel war frei. Heute sieht man den Husarentempel nur zwischen den Ästen durchscheinen, wenn die Bäume nicht belaubt sind. Eine Gruppe von drei großen Föhren ist zu sehen, diese stehen jetzt noch dort. Ein Foto aus der Zeit nach dem ersten Weltkrieg zeigt genau dieselbe Perspektive, allerdings im Winter mit Rodelbahn ([Aig2] Nr.153).
Die folgenden historischen Aufnahmen der S-Kurve bei der Hans Riffer Quelle (damals mit freiem Blick zum Husarentempel) wurden von Herrn Thomas Kaltenecker zur Verfügung gestellt:
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Die S-Kurve wurde damals als "Hübnergletscher" bezeichnet ([Aig2] Nr.150). Ende Februar 2011 hat sich dort tatsächlich ein kleiner Gletscher gebildet. Aufgrund der Kälte entstand an der Stelle, wo das Wasser normalerweise am Ende der kleinen Mauer nach Westen in den Wald abfließt, ein mächtiger Eiswall. Das Wasser floss dadurch in die entgegengesetzte Richtung, quer über die Anningerstraße. Dort bildete sich eine dicke Eiszunge, die bis zum gegenüberliegenden Straßengraben reichte.
![]() Hübnergletscher im Februar 2011 |
![]() Hübnergletscher im Februar 2011 |
![]() Hübnergletscher im Februar 2011 |
Das Maibründl befindet sich oberhalb des Prießnitztales. Aus einen Metallrohr fließt etwas Wasser, wobei die Wassermenge in den letzten Jahren stark abgenommen hat. In den 1990er Jahren befand sich unterhalb des Brunnens ein kleiner Tümpel, in dem Frösche und andere Wassertiere lebten. Dieser Tümpel besteht inzwischen nur mehr aus Matsch, die Quelle gibt zu wenig Wasser.
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![]() Maibründl im Winter |
![]() Eisgebilde beim Maibründl |
1955 wurde das Maibründl durch Schüler und Lehrer der Bundesgewerbeschule renoviert, am 25. Juni wurde die Fertigstellung dieser Arbeiten gefeiert. Vor Jahren lag im Wald oberhalb des Maibründls eine Tafel, auf der geschrieben stand, dass das Bründl durch Schüler der HTL Mödling saniert worden war. Diese Tafel ist verschwunden.
Die folgenden historischen Aufnahmen des Maibründls wurden von Herrn Thomas Kaltenecker zur Verfügung gestellt:
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Vinzenz Prießnitz (1799-1851) heilte Patienten durch Kaltwasserkuren, ähnlich wie etwas später Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897). Im Prießnitztal entstand 1850 eine einfache Kaltwasser-Kuranstalt, die 1880 durch Dr. Weiß zu einem Sanatorium ausgebaut wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel das Kurhaus, 1968 wurde an der Stelle eine Wohnhausanlage errichtet.
Foto der Cur-Anstalt-Priessnitzthal siehe [Wal] S.68
Fotos von 1900 und 1914 siehe [Aig] Nr.98, 99;
Foto Dr. Weiß' Cur und Wasser-Heilanstalt Prießnitztal in [Aig2] Nr.118
Foto Sanatorium - Kaltwasser-Heilanstalt, aufgenommen aus dem Park, mit Kurgästen und Statue in [Jane1] Nr.58
Foto Überpumpstation und Reservoir im Prießnitztal [Gia] S.299.
Auf der Karte von 1872 ist das Prießnitztal als Wind Thal bezeichnet (heute erinnert die Windtalgasse an diese ältere Bezeichnung), im unteren Bereich ist ein Kaiserin Elisabeth Brunnen eingezeichnet, im mittleren Bereich ein Kaiser Franz Josef Brunnen.
Heute befindet sich im Prießnitztal ein 6700 m³ Liter fassender Hochbehälter der Mödlinger Wasserversorgung, der am 29. September 1971 eröffnet wurde.
Seit Mai 2011 wird mit dem Trinkwasser im Prießnitztal in einem Kleinkraftwerk elektrischer Strom für etwa sechs Haushalte erzeugt. Damit erreicht man auch die ohnehin nötige Druckreduzierung im Wasserleitungsnetz. Bei der Einfahrt zum Parkplatz Prießnitztal kann man über Stiegen hinuntersteigen und durch eine Glastür die Turbine und den Generator sehen.
![]() Hochbehälter Prießnitztal |
![]() Hochbehälter Prießnitztal |
![]() Trinkbrunnen Prießnitztal |
Seit Mai 2011 wird mit dem Trinkwasser im Prießnitztal in einem Kleinkraftwerk elektrischer Strom für etwa sechs Haushalte erzeugt. Damit erreicht man auch die ohnehin nötige Druckreduzierung im Wasserleitungsnetz. Bei der Einfahrt zum Parkplatz Prießnitztal kann man über eine Stiege hinuntersteigen, die Infotafel lesen und durch eine Glastür die Turbine und den Generator sehen. Auf einem Display werden aktuelle Daten angezeigt: aktuelle Leistung (kW), Energieertrag (kWh), CO2-Einsparung (kg).
![]() Stiege zum Kraftwerk Prießnitztal |
![]() Infotafel Kraftwerk Prießnitztal |
![]() Kraftwerk Prießnitztal |
Am 4. November 1904 besuchte Kaiser Franz Josef die Stadt Mödling. Einer der Programmpunkte war die Eröffnung der Wasserleitung von Moosbrunn nach Mödling im Prießnitztal: S.M. geruhte mittels elektrischem Taster die Wasserleitung in Betrieb zu setzen. Auf einem Plan aus dem Jahr 1904 ist im unteren Prißnitztal ein "Elisabeth Brunnen" eingezeichnet, weiter oben ein "Kaiser Jubiläums Brunnen". Im Jahr 1906 wurde Dr. Weiß, der Besitzer des Sanatoriums Prießnitztal, anlässlich der Hygieneausstellung in der Wiener Rotunde dem Kaiser vorgestellt, der zu ihm gesagt haben soll: Ach ja, das ist doch die berühmte Anstalt, die ich vor zwei Jahren sah. ([WalKuc] S.34, S.36f und Planbeilage)
Im Jahr 1912 wurden unter Stadtingenieur Hans Titze die Prießnitztalquellen neu gefasst ([WalKuc] S.65). Bis 2006 waren die Reste einer Wasserleitungsanlage im Prießnitztal aufwärts zu sehen. Im Tal verteilt standen dort neun, aus Beton und Steinen erbaute, einfache Wasserhäuschen, in denen man zeitweise das Wasser rauschen hören konnte. Zeitweise floß aus einem Rohr unterhalb des untersten dieser Wasserhäuschen relativ viel Wasser heraus, das in das Biotop Prießnitztal geleitet wurde. Im Jahr 2006 wurden alle diese Beton- und Steinquader entfernt.
![]() Ehem. Wasserbehälter Prießnitztal |
![]() Ehem. Wasserbehälter Prießnitztal |
![]() Ehem. Wasserbehälter Prießnitztal |
Unter dem damaligen Wasserstadtrat Pepi Wagner wurden im Juli 1995 im Prießnitztal Wasserbohrungen durchgeführt. Bereits in 18 m Tiefe stieß man auf Wasser, das selbständig, nach dem Prinzip eines artesischen Brunnens, in einer 10 m hohen Fontäne emporschoss. Es wurde bis 54 m Tiefe gebohrt ([WalKuc] S.239). Die verschlossenen, senkrecht aus der Erde ragenden, dicken Metallrohre sind noch zu sehen. Im Bereich des Hochbehälters, in der südwestlichen Ecke des eingezäunten Bereichs, wurde eine Schrägbohrung durchgeführt. Die Bohrstelle ist jetzt mit einer grünen Metalltür verschlossen. Das Wasser dieser Quelle trägt heute zur Trinkwasserversorgung Mödlings bei. Es ist keine Pumpe erforderlich.
Das im Jahr 1990 angelegte Krötenbiotop Prießnitztal führte einige Jahre hindurch ein trauriges Dasein. Noch vor wenigen Jahren war es von zahlreichen Fröschen bewohnt. Auch Ringelnattern konnte man beobachten. Zeitweise war es von Goldfischen überfüllt, die von verständnislosen Zeitgenossen dort ausgesetzt worden waren. Im Jahr 2006 waren dort praktisch keine Frösche mehr zu sehen. Der Wasserstand wurde immer niedriger, das Biotop wuchs mit Schilf zu. In den 1990er Jahren war eine Infotafel vorhanden, diese ist verschwunden. Später wurde der Zaun erneuert, eine Befestigungsmöglichkeit für eine Infotafel wurde errichtet, sogar mit Dach, die neue Infotafel wurde aber nie montiert. Im Frühjahr 2012 wurde das Biotop saniert. Schilf und Unkraut wurden entfernt, über einen Schlauch kann bei Bedarf Wasser eingeleitet werden. Es ist nun abzuwarten, ob sich wieder Frösche ansiedeln.
Das kleine Fichtenwäldchen (Mini-Waldviertel im Prießnitztal) neben dem Biotop wurde im Jahr 2006 gerodet. Da hat sicher irgend ein Experte festgestellt und durchgesetzt, dass die standortfremden Fichten entfernt werden müssen. Anstelle des netten Wäldchens entwickelt sich jetzt dort eine richtige Gstättn. Es wurden zwar irgendwelche Pflanzen angesetzt, die sind aber längst vertrocknet. Oder wurde der Wald entfernt, um die seit Jahren geplanten weiteren zwei Teiche anzulegen? 2011 wurde tatsächlich ein zweiter Teich angelegt.
Beim Wasserbehälter Prießnitztal befindet sich der schönste Spielplatz Mödlings. Spielgeräte und Zäune sind liebevoll bemalt und verziert. Ein richtiges kleines Märchenland, geschaffen 2008/2009 von Herrn Johann Karlowatz.
![]() Krötenbiotop Prießnitztal |
![]() Krötenbiotop Prießnitztal |
![]() Krötenbiotop Prießnitztal |
![]() Der Fichtenwald ist weg |
![]() Hier entsteht ein zweiter Teich |
![]() Spielplatz Prießnitztal |
An der Meiereiwiese in der Vorderbrühl, am Fuß des Anninger, wurden ab 1991 unter dem damaligen Wasserstadtrat Pepi Wagner Wasserbohrungen durchgeführt ([WalKuc] S.236). In einer Tiefe von 26 m wurde Wasser gefunden. Seit Herbst 2001 kommt in Teil des Mödlinger Trinkwassers aus dem 246 m tiefen Brunnen an der Meiereiwiese. Eine 1,6 km lange Wasserleitung mit 20 cm Querschnitt wurde entlang des Wanderweges eingegraben, die das Trinkwasser von der Meiereiwiese zum Hochbehälter Prießnitztal leitet.
Am Beginn des Dreistundenweges wurden ein Trinkbrunnen und ein Hydrant errichtet. Auf der Tafel mit Datum 15. Oktober 2001 wird Pepi Wagner, der eigentliche Initiator der Wasserbohrungen, nicht erwähnt. Ein Stück weiter Richtung Mödling steht ebenfalls ein Hydrant, um bei eventuellen Waldbränden Löschwasser zur Verfügung zu haben. Beim großen Waldbrand 1994 gab es diese Wasserleitung leider noch nicht. Beim Brunnenhaus an der Meiereiwiese, unterhalb der Burgruine Mödling, wurde ein Biotop angelegt, Pepi's Märchenteich. Der Teich ist eingezäunt, um zu verhindern, dass er als Badeteich für Hunde dient.
![]() Pepi's Märchenteich |
![]() Pepi's Märchenteich |
An der südwestlichen Ecke der Meiereiwiese befindet sich ein kleines, verfallendes Brunnenhaus mit einem Wasserbecken, beide sind heute trocken. Es fließt dort leider kein Wasser mehr.
Trinkbrunnen, die an eine Wasserleitung angeschlossen sind, befinden sich am Beginn des Dreistundenweges (siehe oben unter Meiereiwiese), östlich des Jennyberges beim Spielplatz an der ehemaligen Schießstätte und bei einem ehemaligen Steinbruch oberhalb der Weingärten in Richtung Goldene Stiege. Bei Parkplatz Prießnitztal befindet sich ein Trinkbrunnen mit der Aufschrift ERRICHTET IM JAHRE 1971 VON DER STADTGEMEINDE MÖDLING UNTER BÜRGERMEISTER OSR. KARL STINGL, darunter befindet sich das Wappen der Stadt Mödling.
Dort wo der aus dem Tieftal kommende Weg die 1. Wiener Hochquellenwasserleitung kreuzt (an der Stelle steht ein kleines Haus mit Ziegel-Fassade) befindet sich ein sehr schöner Trinkbrunnen, aus dem man das Wasser aus dem Rax-Schneeberg Gebiet genießen kann.
![]() Trinkbrunnen Hochquellenwasserleitung |
Beim sogenannten Harlehnerbrunnen am Beethoven Wanderweg, etwas nördlich des großen Steinbruchs oberhalb von Gumpoldskirchen, kann man leider nicht mehr trinken. Das Brunnenhäuschen steht noch dort, mit einem Hebel zum Pumpen, es kommt aber offenbar schon lange kein Wasser mehr heraus.
Ein paar Meter unterhalb der Stelle, wo der Beethoven-Weg das Beital quert, befindet sich im Graben eine gefasste Quelle. Es ist unklar, ob es sich um Trinkwasser handelt.
Auch in der Nähe der Kreuzung mit dem Tieftal befindet sich ein Brunnen. Direkt an der Kreuzung steht der bekannte Ravhenstain aus dem Jahr 1569. Wenn man von dort den (in diesem Abschnitt asphaltierten) Beethoven-Weg nach Süden geht, kommt bald die Stelle, wo die Markierung nach rechts den Berg hinauf geht, weg vom Asphalt. Genau dort setzt auch ein Weg an, der nach links vom Asphalt etwas nach unten führt und den Tieftal-Hang in südlicher Richtung quert. Wenn man diesem Weg ein kurzes Stück folgt kommt man zu einem kleinen Brunnen mit Steinfassung, beschriftet mit Erbaut 1866. Das Wasser fließt aus einem Metallrohr. Es ist unklar, ob es sich um Trinkwasser handelt, das Wasser schmeckt etwas eigenartig. Kurz nach dem Brunnen befindet sich eine Rastbank.
![]() Harlehnerbrunnen |
![]() Quelle im Beital |
![]() Brunnen im Tieftal |
Im Siebenbrunnengraben (auch als Siebenbrunnental bezeichnet) oberhalb von Gumpoldskirchen sind Reste einer einstmals mit viel Aufwand angelegten Wasserleitungsanlage zu sehen. In einem leeren Gebäude sieht man leere, betonierte Kammern. Es gibt dort einen Brunnen, der wieder von Kalk und Moos befreit wurde, der Zugang führt aber durch Sumpf und Matsch.
Im Dezember 2007 floss ein richtiger Bach durch den Siebenbrunnengraben. Das Wasser entsprang bei der ehemaligen Wasserleitungsanlage, es rann entlang des markierten Wanderwegs nach unten, vorbei an der Dreidärrischen Höhle, bis kurz vor dem Roten Kreuz, dort floss es in einem Linksbogen in den eigentlichen Graben hinein. Bedingt durch die Kälte waren entlang des Gerinnes interessante Eisgebilde zu sehen. Seither scheint das Bächlein im Siebenbrunnengraben permanent zu fließen.
Bei dem Gerinne im Siebenbrunnengraben handelt es sich um eine sogenannte Kalktuffquelle bzw. einen Kalktuffbach, eine Besonderheit der Natur. Kalktuff entsteht unter Beteiligung von Pflanzen, die im Quellbereich leben. Dabei spielen die typischen Moospolster eine entscheidende Rolle. Bestimmte Moosarten können dem Wasser Kohlendioxid entziehen, dabei werden sie mit einer Kalkschicht überzogen. Durch das Absterben und stete Regeneration der Moospflanzen entsteht der sehr leichte und poröse Kalktuff. Siehe [Pav].
Beim Brunnen im Siebenbrunnengraben war ein mächtiges Kalktuffgebilde aufgebaut, das jedoch von offensichtlich Unkundigen im Jahr 2005 bei einer "Säuberungsaktion" entfernt wurde. Inzwischen beginnt der Kalktuff wieder zu wachsen.
![]() Im Siebenbrunnengraben |
![]() Im Siebenbrunnengraben |
![]() Bach im Siebenbrunnengraben |
![]() Im Siebenbrunnengraben |
![]() Im Siebenbrunnengraben |
![]() Im Siebenbrunnengraben |
![]() Gefrorener Bach im Siebenbrunnengraben |
![]() Eiskaskaden im Siebenbrunnengraben |
Die folgende historische Aufnahme des Siebenbrunnens wurde von Herrn Thomas Kaltenecker zur Verfügung gestellt:
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Die Bezeichnung Siebenbrunnen tritt an verschiedenen Stellen auf. Bekannt sind z. B. der Siebenbrunn an der alten Via Sacra zwischen Türnitz und Annaberg und der Siebenbrunnenkessel auf der Rax oberhalb vom Preiner Gscheid. Das Wort Sieben steht in diesem Fall nicht für die Zahl sieben, sondern bedeutet heilig, ein Siebenbrunnen ist also ein Heiliger Brunnen.
Der Buchbrunnen (oder Buchenbrunnen) befindet sich im obersten Buchtal. Hier wurde das erste Anningerhaus erbaut. Heute ist noch die gemauerte Brunnenfassung mit einem Metallrohr zu sehen, es fleißt jedoch kein Wasser mehr. Auf einer Steintafel steht Buchbrunnen - errichtet vom Verein der Naturfreunde in Mödling vom Jahr 1877. (Historisches Foto [Wol] S.8)
Oberhalb und unterhalb sieht man noch Reste von betonierten ehemaligen Wasserbehältern.
![]() Buchbrunnen |
Die folgenden historischen Aufnahmen des Buchbrunnens wurden von Herrn Thomas Kaltenecker zur Verfügung gestellt:
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Der Eschenbrunnen befindet sich nördlich unterhalb des Anningerhauses. Die Quelle ist heute in Brunnenringen gefasst, verschlossen und eingezäunt, ein Schild weist auf das Quellschutzgebiet hin. In der Nähe liegt am Waldboden, im Laub versteckt, ein Schlauch, aus dem zeitweise Wasser fließt, z. B. nach der Scheeschmelze oder im Sommer, wenn das Anningerhaus geschlossen ist. Offenbar handelt es sich um den Überlauf des Wasserbehälters.
Von der ehemaligen Brunnenfassung des Eschenbrunnen steht heute nur mehr ein Mauerrest. Daneben befindet sich eine verfallene Rastbank aus Beton.
Zeitweise fließt im obersten Beital ein kleines Bächlein, das unterhalb des Anningerhauses entspringt, also auch am Eschenkogel. Auf alten Karten ist diese Quelle als Ochsenbrunnen bezeichnet. Wenn man am Kalenderweg unterwegs ist hört man es nördlich im Tal munter rauschen, da das Beital dort ziemlich steil abfällt.
![]() Reste vom Eschenbrunnen |
![]() Überlauf beim Eschenbrunnen |
![]() Bach im Beital |
Die folgenden historischen Aufnahmen des Eschenbrunnens wurden von Herrn Thomas Kaltenecker zur Verfügung gestellt:
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Auch die Gemeinde Gaaden nutzt oder nutzte Wasser vom Anninger. Bei der Schießstätte Gaaden befindet sich ein Wasserbehälter mit der Aufschrift ERBAUT 1957-59. Das Einzugsgebiet ist offenbar das Große Buchtal und der Steinwandlgraben. An der Buchtalstraße stehen beim Schranken und bei der Buchtalkehre entsprechende Hinweistafeln: Wasserschutzgebiet - Wasserleitungsverband der Triestingtal- und Südbahngemeinden. An der Stelle, wo der Steinwandlgraben vom Buchtal abzweigt, ist auf alten Karten eine Quelle als Sprudelbrunnen bezeichnet. Heute befindet sich dort ein Wasserbehälter.
Alte Ansicht vom Sprudelbrunnen: [Link...]
Im Große Buchtal und im Steinwandlgraben fließt normalerweise kein Oberflächenwasser. Nach intensiven Regenfällen kann es aber vorkommen, dass plötzlich Wildbäche hinabschießen. Nach starken Regenfällen im Juni 2009 ist mehrere Tage hindurch das Wasser geronnen und hat auf dem Wanderweg bis zu einem halben Meter tiefe Rinnen ausgeschwemmt. Auch nach der Schneeschmelze treten im Steinwandlgraben und im Buchtal Quellen hervor, der Überlauf der Quellfassung im Buchtal rinnt dann und die Auffanggruben neben dem Buchtalweg füllen sich mit Wasser.
![]() Wildbach im Buchtal |
![]() Wildbach im Buchtal |
![]() Überlauf im Buchtal |
Der Mödlingbach begrenz das Anningergebiet nach Norden. Im Lauf von Jahrmillionen hat er das felsige Tal der Mödlinger Klausen als Trennung zwischen Anninger und Kalenderberg herausgearbeitet. Normalerweise führt der Bach sehr wenig Wasser. Bei starken Regenfällen kann sich die Wassermenge dramatisch steigern. Das letzte große Hochwasser, wo das Bachbett randvoll gefüllt war und auch einige Schäden aufgetreten sind, war am 8. Juli 1997. Nach einer Hochwasserkatastrophe vom 7./8. April 1900 wurde der Bach im Stadtgebiet von Mödling reguliert.
In den letzten Jahren wurde das Bachbett im Stadtgebiet von Mödling unter Leitung von Prof. Florin Florineth [Link...] revitalisiert. Aus dem vorher kanalartigen Gerinne im Betonbett wurde ein für Mensch und Tier interessanter Bach.
Einst besaß der Bach große wirtschaftliche Bedeutung, da er im Bereich von Mödling vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert zahlreiche Mühlen betrieb. Die bekannteste ist die Höldrichsmühle, wo sich heute ein Restaurant und ein Reitzentrum befinden. In [ChiKar] sind 20 Mühlen zwischen Sittendorf und Biedermannsdorf beschrieben. Die meisten Mühlen waren Mahlmühlen, es gab aber auch Sägemühlen und Gipsmühlen (z. B. ist in einem Plan von 1904 eine "Gyps Mühle" unterhalb der Burg Mödling eingezeichnet, [WalKuc] Planbeilage).
Die 1. Wiener Hochquellenwasserleitung führt am Ostrand des Anninger entlang. Ab April 1870 wurde im Bereich von Mödling an der Wasserleitung gebaut, 1873 wurde sie in Betrieb genommen. Weingärten, Wiesen und Äcker mussten abgelöst werden. Über die Klausen wurde ein 28 m hohes Aquädukt errichtet, dafür mussten zwei Häuser abgetragen werden. Siehe [WalKuc] S.285, [H57] S.108.
Das erstklassige Trinkwasser fließt vom Schneeberg-Rax-Gebiet nach Wien und steht für die Wasserversorgung Mödlings leider nur in Ausnahmefällen zur Verfügung. Seit 1904 besitzt Mödling ein eigenes Wasserrecht in Moosbrunn, von wo auch heute noch ein großer Teil des in Mödling benötigten Trinkwassers geliefert wird.
![]() 1. Wiener Hochquellenwasserleitung |
![]() Aquädukt |
Im Winter 1929 war es so extrem kalt, dass die Wasserleitung im Aquädukt platzte. Das austretende Wasser gefror und bildete dicke Eiskaskaden (Foto [Rin] S.80).
Der Anningerbach befindet sich nicht am Anninger, sondern bei Ried am Riederberg.
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aktualisiert am 27-Mar-2013
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